Ich will dies und das.

Der verwirrende, zum Einleiten gedachte Teil

Ich hätte gerne ein Neonschild. So eines mit einem tiefsinnigen Spruch. Die Farbe ist mir egal. Ein Netflix-Abo will ich auch. Mehr Kleider wären auch noch schön. Schuhe. Exclusive vintage Jeans. Neue Möbel für mein Zimmer. Ich würde gerne wieder nach Kopenhagen. Ich hätte gerne viel Geld. Eine zweite Katze. Eine Massage.

Alles, all diese Wünsche können durch Geld erfüllt werden. Würden Sie mich glücklich machen? Ist Geld die Lösung?

„Geld macht dich nicht glücklich, aber es hilft.“

Ich weiss, dass die Antwort, zumindest für mich, nein ist. Erst gerade am Samstag durfte ich in Zürich mit meinem Onkel einkaufen gehen. Das Schlussresultat: Neue teure Schuhe und Kleider aus dem American Apparel. Ich habe mich gefreut. Etwa 10 Minuten lang.

Ich sollte wahrscheinlich aufhören. Dankbar sein. Mich länger freuen. Bin ich verwöhnt? Gerade eben bekam ich eine professionelle Massage. Ja. Ich bin definitiv verwöhnt.

Doch mein Punkt ist nicht, das ich selber eine undankbare verwöhnte Schülerin bin. Mein Punkt ist, dass Geld wirklich nicht auf Dauer glücklich machen kann. Der Kauf von etwas, dass man unbedingt wollte, bringt bloss eine kurze Euphorie. Nachdem diese vorbei ist, ist es so, als ob es nicht passiert ist. Diese Euphorie wird beim Kauf eines Hauses natürlich deutlich länger anhalten als beim Kauf eines neues Kleides. Aber auch hier wird sie irgendwann weg sein.

Ich will viele materielle Dinge. Doch wirklich, durch sie suche bloss diese kurze Euphorie. Viel lieber hätte ich aber eine langzeitige Euphorie. Mit jemandem zusammen.

Der kitschige aber doch so wahre Teil

Ich will jemanden finden. Jemand, der genauso besessen von mir ist wie ich von ihm/ihr. Ich möchte meine ganze Zeit mit dieser Person verbringen. Jemand, der für mich da ist und jemand, für den/die ich da sein kann. Jemand zum reden. Lachen.

(Hier muss ich noch einfügen: Jemand, zu dem ich mich auch körperlich hingezogen fühle. Ein sehr gesundes Sexleben gehört auch zu meiner idealen Fantasie.)

Ich will eine Liebe wie die von Maxon und America, eine wie Harley Quinn und der Joker und eine,

die meine ist.

Die Selbstkritik

Bääh. Würg. Zu Klischee, zu kitschig, zu naiv. Unrealistische Erwartungen.

Gibt es diese Art von Liebe überhaupt? Wie dumm, das ich so etwas will. Das echte Leben ist doch nicht mit einem Film, einem Buch vergleichbar.

Ich hielt mich immer für eine realistische Person. Versuche zumindest, so zu sein. Rational. Sachlich. Klare Weltansichten. Schwarz-Weiss. Zugegeben, was ich möchte ist alles andere als rational. Und trotzdem will ich es. Wirklich.

Der abrupte Schluss, weil ich jetzt schlafen will

Ist nicht genau diese Art von Liebe, die, die einem innen auffrisst und in das höchste High von allen versetzt dass, was wir alle suchen? Auch wenn wir es uns nicht immer eingestehen?

Wären wir nicht auf einer nie endenden Mission, sie zu finden, für was würden wir leben?

Sicherlich nicht für Geld.

Guet Nacht.

 

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8 Gedanken zu “Ich will dies und das.

  1. Ich glaube das ist es ja, was wir alle suchen: Der Sinn de Lebens, bzw. das was uns im Leben schlussendlich glücklich macht. Jedoch bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob das wirklich die Liebe ist. Trotzdem verstehe ich dich so gut: Wer möchte nicht diese Liebe wie im Film? Diese ständige Spannung zwischen Zuneigung, Abenteuer und allem andern was dazu gehört. Wir suchen ja alle danach. Nur müssen wir auch aufpassen, unser Glück zu sehr von dieser einen Person abhängig zu machen.

    „(Hier muss ich noch einfügen: Jemand, zu dem ich mich auch körperlich hingezogen fühle. Ein sehr gesundes Sexleben gehört auch zu meiner idealen Fantasie.)“ Dieser Satz hat mich etwas erleichtert haha hab schon gedacht: mit mir kannst du ja auch reden und lachen haha *insert paar emojis bin aber am computer drum gaht das grad nöd*

    Ich finde, du hast deinen Eintrag poetisch geordnet und schön strukturiert und auch deine Schreibart gefällt mir:)

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  2. „Jemand, der genauso besessen von mir ist wie ich von ihm/ihr. “ Ich finde das schön ausgedrückt und leider nur allzu nachvollziehbar, ausserdem wärmen mir deine Anspielungen auf Bücher und Filme das Herz. Wie immer hast du es zustande gebracht, dass ich bei jedem Satz überrascht werde, und dabei trotzdem deine Meinung ausgedrückt. Zu diesem Thema will ich noch sagen: es gehören immer zwei zur Liebe. Es ist also nicht genug, einfach geliebt werden zu wollen, man muss auch lieben können, eine Person mit all ihren/seinen Fehlern und Macken akzeptieren. Ich hoffe wirklich, dass es Menschen gibt, die bereit sind, das zu versuchen.

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  3. Aber weisst du was? Menschen die dich lieben, und dass nicht aus einer konstruierten Liebesbeziehung sondern aus Gründen wie Freundschaft und Familie können dieses Loch manchmal füllen. Nicht wie wir es uns mit einem Freund oder einer Freundin erwarten, aber hey, Love ist Love, isn’t it? Und manchmal sind wir mit solch einer Liebe zufrieden.
    Gefällt mir 🙂

    And spread the gay

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  4. Ein sehr tiefgründiger Blogpost. Ich fand ihn gut strukturiert und das Thema der Liebe hast du sehr gut aufgegriffen und beschrieben. Ich stimme dir auch bei vielen Punkten zu und denke auch, dass Geld einen nur auf kurze Frist glücklich machen kann. Alles in allem ein sehr guter Blogpost. 🙂 Bravo Kalea!

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